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Wasserstoff in Aktion

Warum ist die Umsetzung von RED III wichtig?

Die Sicherstellung der Abnahme hat für Projektentwickler in Europa und darüber hinaus oberste Priorität.

Verbindliche Ziele und Strafen, wie sie beispielsweise in der EU-Richtlinie über erneuerbare Energien (RED III) vorgesehen sind und von den EU-Mitgliedstaaten umgesetzt wurden, spielen eine Schlüsselrolle bei der Kommerzialisierung von erneuerbarem Wasserstoff und Derivaten in der EU.

Laut dem Bericht ’Closing the Cost Gap“ des Hydrogen Council könnte die Umsetzung der RED-III-Richtlinie bis 2030 in Europa die Nachfrage nach erneuerbarem Wasserstoff und Derivaten um bis zu 3,3 Mio. Tonnen pro Jahr steigern und damit ein positives Geschäftsmodell ermöglichen. Daher sind die jüngsten Fortschritte bei der Umsetzung der RED-III-Richtlinie in Ländern wie Deutschland, Italien und den Niederlanden aktuell von großer Bedeutung.

Doch das Gesamtbild erfordert dringendes Handeln: Laut BloombergNEF Nur 12 der 27 EU-Mitgliedstaaten haben fast ein Jahr nach Ablauf der Frist im Mai 2025 gesetzliche Quoten für RFNBOs eingeführt – und in den meisten Ländern sind die Strafen noch immer zu niedrig, um eine tatsächliche Einhaltung zu erreichen.

Was bewegt sich?

1️⃣Deutschland: RED III verabschiedet, mit höheren Ambitionen.

Am 23. April 2026 verabschiedete der Deutsche Bundestag die nationale Umsetzung der RED III und legte damit einen neuen Zielwert für die relative Schadstoffbelastung (RFNBO) im Verkehrssektor fest: von 0,11 TP3T im Jahr 2026 auf 51 TP3T im Jahr 2035 und 101 TP3T bis 2040. Die deutsche Strafe von 14 €/kg bei Nichteinhaltung ist die höchste in der EU. Wie geht es weiter? Der Bundesrat debattiert den Gesetzentwurf am 8. Mai 2026.

2️⃣Italien: Sowohl Industrie- als auch Verkehrsziele umgesetzt – detaillierte Umsetzung steht noch aus

Italien gehört zu den wenigen Ländern, die sowohl die Industrie- als auch die Verkehrsziele der RED III umsetzen. Das Verkehrsziel liegt bei 11 TP3T bis 2030. Das Industrieziel beträgt mindestens 421 TP3T bis 2030 und mindestens 601 TP3T bis 2035. Nach der Umsetzung auf hoher Ebene muss die detaillierte Implementierung, einschließlich der Sanktionen, folgen.

3️⃣Niederlande: Gesetzgebung verabschiedet, Versorgung auf Kurs

Die Niederlande verabschiedeten im März 2026 ihre Transportquote mit dem Ziel von 1,81 TP3T bis 2030 und einem Antrag zur Ausweitung der Ziele bis 2040. Eine Industriequote wird derzeit im Parlament beraten. Die Niederlande sind mit ihrer bestehenden Pipeline ausgereifter Versorgungsprojekte gut aufgestellt, um ihre RFNBO-Ziele zu erreichen.

Was noch zu klären ist:

➡ Die Einführung von Branchenquoten stagniert. Die Länder zögern, sinnvolle Branchenquoten festzulegen, vor allem aufgrund steigender Energiepreise für die Schwerindustrie und Bedenken hinsichtlich der Wettbewerbsfähigkeit. Die Ausgestaltung der Branchenziele muss im Rahmen der anstehenden RED-Überprüfung überdacht werden.

➡ Die Strafen sind in den meisten Mitgliedstaaten zu niedrig. BloombergNEF’Laut der Analyse von [Name der Quelle] sind für eine wirksame Durchsetzung Strafen von über 10–12 €/kg erforderlich. Die meisten EU-Länder bleiben hinter diesen Vorgaben zurück. Polens Vorschlag von 1,4 €/kg ist das krasseste Beispiel für eine Strafe, die keine Veränderung bewirken wird.

RED III ist eines der wirksamsten Instrumente Europas zur Nachfragesteuerung von Wasserstoff. Seine Wirkung hängt jedoch von einer zeitnahen und konsequenten Umsetzung auf Ebene der Mitgliedstaaten ab.

Die jüngsten rechtlichen Schritte der Kommission zur Sicherstellung der Umsetzung der Vorschriften signalisieren, dass der Fokus nun auf der Ausführung, der Durchsetzung und der Ausweitung auf die gesamte EU gerichtet sein muss.

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